Einleitung
In meinem letzten Beitrag wurde die Behandlung von Streckdefiziten nach Beugesehnenverletzungen mittels redressierender Schienenhülsen anhand eines Fallbeispiels beschrieben – heute soll es darum gehen, aus welchem Material man diese Hülsen herstellt, und wie sich die exakten Arbeitsabläufe gestalten – viel Spaß beim Nachbauen!
Arbeitsmaterialien
- thermoplastisches Schienenmaterial, 1,6 mm dick, perforiert, je nach Fingerlänge ein Quadrat mit 6 cm – 10 cm Seitenlänge
- Schere
- Feuerzeug/Heißluftgebläse
- Goniometer
Schritt für Schritt zur redressierenden Fingerhülse
- Das erwärmte Schienenmaterial wird um den Finger gelegt und die Kanten fest mit dem Fingernagel zusammengedrückt, das am Stoß überstehende Schienenmaterial wird abgeschnitten.
- Das Mittelgelenk unter sanften Druck in die gedehnte Streckstellung positionieren, warten bis das Material ausgehärtet ist.
- Erreichte Streckstellung mittels Goniometer nachkontrollieren und dokumentieren.
- Schiene vom Finger ziehen, eventuell unter Hilfe von kaltem Leitungswasser und Flüssigseife als Rutschhilfe. Sollte die Schiene zu eng sein, kann diese bis zum Mittelgelenk geschlitzt werden.
- Die Schweißstelle mit einem Schienenstreifen sichern. Dieser wird mit dem Feuerzeug oder einem Heißluftgebläse erhitzt und auf die Stoßstelle geklebt – Achtung: Nur trocken erhitztes Schienenmaterial klebt!
- Die Schiene in der Länge passend zuschneiden.
Eine bebilderte Fertigungsanleitung der redressierenden Fingerhülse lässt sich im Downloadbereich der Website, oder unter nachfolgendem Link herunterladen:











Veröffentlicht am 25. November 2011 um 12:46 Uhr von Andrea
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