Plastikskeletthand auf einer ComputermausVor langer, langer Zeit verpflichtete entschloss, sich eine Studentin ihre neue Bildungslaufbahn mit dem WorldWideWeb zu teilen. Nun ja, mein letzter Eintrag ist wohl doch ein Weilchen her und trotz diverser direkter und indirekter Bitten von Markus‘ Seiten ist immer mehr Zeit vergangen. Ähnlich wie beim Zahnarzt wird es umso schlimmer, je länger der Zeitraum ist, der zwischen den Besuchen liegt. Trotzdem werde ich versuchen, ein wenig den Anschluss zu finden und ein kurzes Resümee über den doch beachtlichen Abschnitt zu ziehen.

Mittlerweile liegt das dritte Semester schon fast hinter uns. Das bedeutet Halbzeit!

Thematisch schlagen wir uns durch die Neurologie und Orthopädie – zwei recht umfangreiche Ausbildungsschwerpunkte, die uns mehr auf Trab halten, als uns oft lieb ist. Kaum einer beziehungsweise in unserem Fall „eine“ kann sich über zu viel Freizeit beschweren.

Im Großen und Ganzen haben wir Glück mit unseren Vortragenden und konnten auch einem bereits bekannten, sympathischen Arzt aus dem Klinikum wieder lauschen. Ebendieser macht sich merklich Gedanken zur Form seiner Wissensvermittlung und erreicht uns so bis in die letzten Gyri und Sulci. Andere Lehrende ziehen den Blickkontakt mit dem Bildschirm vor und begleiten ihre PowerPoint-Präsentationen ausschließlich mit akustischer Untermalung, was sichtlich auch zum Ziel führt. Folie für Folie läuft mit oder ohne knackige Animation über den Beamer und sollte irgendwie in gleicher Grazie in unser Hirn fallen. Manchmal ist es schwer neuen Platz für all dies zu schaffen, auch wenn die Lehrenden bemüht daran arbeiten und auch immer wieder nachfragen, ob wir es denn auch verstehen. Nun genug der Worte zu den Vortragenden.

Unser Projekt „ergo-goes-wheelmap“ konnte mit einer gut besuchten Abschlusspräsentation erfolgreich beendet werden und wird hoffentlich Spuren hinterlassen und Engagement weitertragen.

Thematisch gefällt mir die Neurologie deutlich besser als die Orthopädie. Besonders das Zentralnervensystem ist mit seiner Komplexität zwar ein herausforderndes Lerngebiet, aber irrsinnig spannend. Die damit verbundenen möglichen Krankheitsbilder und Symptomatiken werden auch im Alltag greifbarer und oftmals komme ich heim und erzähle meinen Eltern von Rindenfeldern, Hirnnerven, Läsionen und deren Auswirkungen…manchmal ist es anstrengend die vielen A’s mit denen die Bezeichnungen von Krankheiten beginnen (Aphasie, Apraxie, Ataxie, Agnosie, Anosodiaphorie…) auseinander zu halten, zumal mein Latein, doch schon einige Zeit hinter mir liegt.

Die vielen neuen Informationen zu Symptomen und Krankheitsbildern manifestieren sich oftmals schon in latenter Hypochondrie. Es bleibt zu hoffen, dass wir während der Vorlesungen im Bereich Geriatrie nicht ähnliche Parallelen finden.