Aus aktuellem Anlass – und dadurch bedingter persönlicher Faszination – sei allen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, die in ihrer Tätigkeit auch nur in Randbereichen oder bei Gelegenheit mit Klientinnen und Klienten, die an Asperger-Autismus leiden in Berührung kommen, an dieser Stelle der aktuelle Kinofilm „Mary & Max“ wärmstens empfohlen. (Artikelbild von Tricôs da Minha Blythe ♡ via Flickr)

Am handlungs:plan werden in Zukunft mit Sicherheit nicht regelmäßig Filmempfehlungen zu finden sein, aber der Film – der im Wesentlichen vom Australier Adam Elliot konzipiert und geschrieben, und mittels der, bereits aus „Wallace & Gromit“ bekannten, Stop-Motion-Technik mit Knetmassefiguren realisiert wurde – stellt, eingebettet in die Rahmenhandlung einer jahrelangen Brieffreundschaft zwischen einem australischen Mädchen aus bestenfalls desolaten Familienverhältnissen und einem in New York lebenden, an Adipositas leidenden Mann im mittleren Alter, der von Asperger-Autismus betroffen ist, die Probleme und speziellen Herausforderungen die Autismus an die Betroffenen stellt auf eindringliche Weise dar, und zwar von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter.

Sehr schön illustriert werden Symptome wie z.B. Schwierigkeiten in der Interpretation nonverbaler Kommunikation, multimodale Hypersensibilität, Verhaltensstereotypien und Mangel an adäquaten Bewältigungsstrategien in belastenden Situationen bei gleichzeitig vorhandener beziehungsweise kaum beeinträchtigter intellektueller Leistungsfähigkeit. Und wer genau hinsieht wird auch ergotherapeutische Bewältigungsansätze erkennen können. Wärmste Empfehlung, sollte man gesehen haben finde ich, vor allem da die filmische und künstlerische Umsetzung hervorragend gelungen ist.

Wer einen kleinen Vorgeschmack auf das, was es zu sehen gäbe, haben möchte, kann sich den Trailer zu Mary & Max bei YouTube ansehen. Die englische Originalfassung ist übrigens hervorragend gesprochen und leicht verständlich – und somit naturgemäß empfehlenswerter als die deutsche Synchronfassung. Sehenswert!