Iris Beck ist Studentin im Studiengang Ergotherapie an der FH Kärnten, Standort Klagenfurt und ein Sechzehntel des Projektteams von „ergo-goes-wheelmap“. Neben allen anderen anfallenden Aufgaben, die das Projekt betreffen, sorgt sie zusammen mit Sarah Dionisio dafür, dass das begleitende Projekttagebuch – welches am handlungs:plan-Weblog und auf dem Blog von ergo-goes-wheelmap –  stetig umfangreicher wird.


Am 16.03.2011 war es endlich soweit…wir durften die Zeit nutzen, um am eigenen Leibe zu erfahren, wie die Welt sich verändert, wenn man sie aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers oder einer Rollstuhlfahrerin bewältigen muss. „Selbsterfahrung“, die mit Sicherheit für das ganze Projektteam „ergo-goes-wheelmap“ eine Erfahrung fürs Leben bleiben wird. Schon der erste Bordstein, etwa 20 Meter entfernt vom Startpunkt unserer Mission, stellte ein Hindernis dar…ohne Hilfe kaum überwindbar.

Abfallende Gehwege, Kopfsteinpflaster, Ampeln mit viel zu kurzen Grün-Phasen, Eingangstüren, die sich nur nach außen öffnen lassen…unvorstellbare Schwierigkeiten schon nach den ersten paarhundert Metern. Kaum zu glauben, für einen körperlich gesunden Menschen…Alltag für Menschen in Rollstühlen.

Auch der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung…sich fortzubewegen mit Regenschirm? Falsch gedacht! Funktioniert nicht! Aber man ist ja schließlich nicht aus Zucker…Alltag für Menschen in Rollstühlen.

Man erntet mitleidige Blicke, trifft plötzlich überall hilfsbereite Mitmenschen, beobachtet Interesse und leider auch Intoleranz…und befindet sich immer ein Stück weit unterhalb des Geschehens. Trotz des Bewusstseins, sich jederzeit wieder auf die Füße stellen zu können, bleibt ein eigenartiges Gefühl zurück…Alltag für Menschen in Rollstühlen.

Wir sollten verstehen können, wie es sich anfühlt jederzeit und überall auf Barrieren zu stoßen…und dies ist uns zweifellos gelungen.


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