Ab und zu schaffen es ergotherapeutische Inhalte auch in die österreichischen Mainstream-Medien – allzu oft geschieht dies zwar nicht, aber wenn „es“ schon mal passiert ist mir das auch einen kleinen Beitrag am handlungs:plan wert. Im Prinzip bin ich kein Freund von (fast) reinen PR-Artikeln, aber nachdem der Gastartikel zum Thema (nochmals danke für die Einladung) drüben auf ergo-im-netz äußerst umfangreich darlegt, worum es in der Arbeit prinzipiell geht scheint mir ein bisschen PR doch angebracht. (Foto von Stadtpresse/www.mein-klagenfurt.at)

Ich habe mich im Rahmen der Ausbildung zum Ergotherapeuten fast 18 Monate durchgängig mit dem Thema „Sturzprävention“ befasst, der Hauptfokus meiner Arbeit lag schlussendlich in der Konzeption eines papierlosen, ergotherapeutischen Assessmentinstruments zur Identifikation von umgebungsbedingten Sturzrisikofaktoren. Zusätzlich wurde durch die Speicherung und Verarbeitung der erhobenen Daten in einem Datenbanksystem die Erstellung von maßgeschneiderten Empfehlungen zur Sturzrisikominimierung für Klientinnen und Klienten in relativ kurzer Zeit ermöglicht.

Bei der Einreichung der Arbeit beim Social Impact Award 2010 hat es zwar nicht für einen Preis gereicht, aber nichtsdestotrotz konnte wertvolles Feedback eingeheimst werden – und ich habe mich schließlich zur Einreichung beim Gesundheitspreis der Stadt Klagenfurt am Wörthersee 2010 in der Kategorie „Innovative Ideen“ entschlossen. Nachdem so nicht ganz klar war, ob ich – angesichts meines, sich nicht in Klagenfurt befindlichen, Hauptwohnsitzes – überhaupt teilnahmeberechtigt sein würde, habe ich die Geschichte dann auch beinahe wieder vergessen.

Umso schöner war die Überraschung, als der Brief ins Haus flatterte der mir ankündigte, dass ich zu den diesjährigen Preisträgern zähle. Der Rest der betreffenden Woche verging dann auch extrem schnell, TV- und Fototermine und ein Telefoninterview waren im Vorfeld noch zu absolvieren, die passenden Kleidungsstücke mussten von ihrer Patina befreit werden und dann war da noch der Neuschnee, der die Anfahrt zur Preisverleihung besonders lustig machte…

Die Jury, die schlussendlich die Einreichungen bewertet, setzte sich übrigens unter anderem aus Vertretern der österreichischen Sozialversicherungsträger sowie dem Patientenanwalt des Landes Kärnten zusammen – also Personen, die über die notwendige Fachkompetenz verfügen um die Relevanz der Arbeit realistisch einzuschätzen. Ich habe mich sehr gefreut, und ich betrachte die Auszeichnung der Arbeit auch als Auszeichnung für alle Kolleginnen und Kollegen sowie für den Beruf der Ergotherapie an sich – meiner Einschätzung nach kann alles, was Ergotherapie in positiver Weise in die Medien befördert berufspolitisch gesehen nur vorteilhaft sein – und eines der Ziele dieses Blogs ist es unter anderem auch der Öffentlichkeit zu vermitteln, was Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten tagtäglich tun…

Abschließend bleibt mir noch „Danke!“ zu sagen: allen Menschen, die mich während der Arbeit unterstützt haben, allen Patientinnen und Patienten die ich in dieser Zeit kennenlernen durfte und allen die es ermöglicht haben, dass ich diesen Preis entgegennehmen durfte! Wer jetzt neugierig geworden ist und noch ein bisschen tiefer in die Materie eintauchen will, dem seien nachfolgende Weblinks ans Herz gelegt, die noch einiges mehr an Information zu bieten haben.

Weblinks