pro mente und pro mente kinder jugend familie – Entstehungsgeschichte

Künstlerische Interpretation des pro mente-LogosEin wenig Organisationsgeschichte – soweit diese recherchierbar war (über zusätzliche Informationen freuen wir uns natürlich immer): 1979 wurde in Kärnten ein Verein namens pro mente infirmis gegründet, dessen Agenda primär die psychische und soziale Gesundheit von Menschen mit psychiatrischen Krankheitsbildern war, an der Gründung war Prim. Dr. med. Ernst Trampitsch maßgeblich beteiligt, meines Wissens Psychiater und Vorstand der damaligen Abteilung für Psychiatrie am LKH Klagenfurt (heute Klinikum Klagenfurt am Wörthersee). Den Verein gibt es heute noch, die Agenden von damals werden nach wie vor verfolgt, ebenso wurde die Tradition der Besetzung von ärztlichen Leitungspositionen mit (ehemaligen) Primarärzten psychiatrischer Abteilungen aus dem Klinikbetrieb beibehalten. Das Angebotsspektrum hat sich allerdings kräftig erweitert, im psychiatrischen Bereich werden in den zwei Bereichen „Betreuung“ und „Arbeit“ unter anderem Ambulatorien, Wohngemeinschaften, Tageszentren und Arbeit in verschiedenem Ausmaß angeboten.

1996 wurden die jugendspezifischen Bereiche der Arbeit von pro mente ausgegliedert und im Tätigkeitsbereich des davon völlig unabhängigen Vereines pro mente: kinder jugend familie zusammengefasst, dessen Zielsetzung der Erhalt beziehungsweise die Förderung der sozialen und psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist. Und da sind wir auch schon beim eigentlichen Artikelthema angelangt…

Die Mini-Ambulatorien von pro mente kijufa

Neben den Angeboten in den Bereichen Prävention, Krisenintervention, Soziotherapie und Rehabilitation wird in zwei Ambulatorien in Kärnten Entwicklungsdiagnostik und -therapie angeboten, und zwar ganz wesentlich von Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten – obwohl natürlich auch Angebote im physiotherapeutischen, medizinischen und psychologischen Sektor existieren. Geforscht wird auch, und dies schlägt sich in einer Publikationsserie nieder, die ich heute empfehlen möchte.

Standards in Diagnostik und Therapie

Seit 2006 erscheint die Serie halbjährlich und die Bandbreite der publizierten Themen (meist in Diagnostik und Therapie gegliedert) spannt sich von Lese-Rechtschreibstörungen über Hyperkinetische Störungen bis hin zu motorischen Entwicklungsstörungen. Die Artikel sind auf der Homepage von pro mente kijufa frei zugänglich; zweiundzwanzig Ausgaben wurden bis dato veröffentlicht. Die einzelnen Themenbereiche werden meist anhand von Fallbeispielen, die aus interdisziplinärer Sicht betrachtet werden, vorgestellt – ergotherapeutische Aspekte sind in jedem Fall ausreichend vorhanden, um die Lektüre der Serie all jenen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten vorbehaltlos empfehlen zu können, die im pädiatrischen Bereich tätig und auf der Suche nach fundierten Informationen abseits der sensorischen Integration sind… Leseempfehlung!

Weblinks