Masterstudium also…jaja…man will ja ein bisschen schlauer werden…aufwändig ist das sicher oder? Was, da muss man hinfahren—total anstrengend! Und die Kosten? Ein Albtraum, sicherlich. Und berufsbegleitend? Der totale Stress… (Artikelbild von Markus Kraxner)

Solche und ähnliche Gedanken machen sich sicher die meisten Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, die sich mit dem Gedanken tragen nach dem Diplom, dem Schulabschluss oder dem erworbenen Bakkalaureat ein weiterführendes Studium zu absolvieren. Mir ist es da auch ganz ähnlich gegangen…trotzdem habe ich Anfang Oktober den ersten Vorlesungsblock des Master of Science in Ergotherapie an der fhg Tirol absolviert—und danach relativieren sich einige Dinge wieder ein bisschen…

Natürlich bleibt der grundsätzliche Aufwand (s. unten), aber es hat schon was, dem Gehirn neuen Input zuzuführen, mit zwölf Kolleginnen und Kollegen in einem Hörsaal zu sitzen und sich seine Gedanken zu machen…am ersten Wochenende unter anderem über ICF, CMOP, COPM, Handlung, Literaturverwaltungssoftware, Textformatierung, administrative Rahmenbedingungen, Bibliotheksausweise usw.—sehr viel Input, sehr viel Austausch und angesichts der Liste der Lehrenden auch ganz viel Vorfreude auf die Dinge, die während des Studiums auf uns zukommen.

Ich bin zum jetzigen Zeitpunkt sehr gespannt, freue mich auf dem kommenden Austausch ebenso wie auf das gemeinsame „Gedanken–Machen“ und das Beste ist: wir hätten noch Plätze frei! Bis zum Ende des ersten Semesters ist laut der Auskunft unserer Studiengangsleitung ein Einstieg ins laufende Studium noch möglich, Platz im internationalen Hörsaal (Österreich, Deutschland, Schweiz) wäre auch noch vorhanden…

Wen ausschließlich die finanzielle Belastung abschreckt: Zuschussmodelle variieren je nach Arbeitgeber oder Bundesland ganz kräftig, eine Teilübernahme der Kosten in unterschiedlichem Ausmaß scheint aber bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich gewesen zu sein und besonders verhungert haben wir auch alle nicht ausgesehen. Zusätzlich sind die Studiengebühren finanziell vollständig absetzbar.

Unterkünfte lassen sich in Innsbruck und Umgebung auch relativ einfach und kostengünstig (zum Beispiel über Airnbnb) finden und die Anbindung mit dem ÖPNV ist, soweit ich das bisher beurteilen kann, auch gut genug—und in Hall selbst gibt es quasi ohnehin keine Gehstrecke, die länger als 15 Minuten ist.

Weitere Informationen rund um die Rahmenbedingungen & Inhalte des Masterstudienlehrgangs findet ihr am Ende des Artikels (hinter dem Link finden sich auch die Kontaktadressen der Studiengangsadministration) und hier am handlungs:plan könnt ihr in unregelmäßigen Abständen Beiträge über die aktuellen Inhalte und Herausforderungen finden. Ihr wisst ja alle:

Selbst der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!

Die Rahmenbedingungen des Studiums

  • ECTS: 120 Credit-Points in drei Jahren
  • Vortragsorte: Hall in Tirol (Eduard-Wallnöfer-Zentrum), Innsbruck (fhg Tirol)
  • Kosten: 9.600,00 € für sechs Semester, jeweils 2.000,00 € für die ersten vier, jeweils 800,00 € für die letzten zwei
  • Zeitaufwand: drei bis fünf Tage pro Monat, ein- bis zweimal pro Jahr zwei Blockveranstaltungen pro Monat
  • Nebenkosten: ca. 2.000,00 € pro Jahr für Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten (bei innerösterreichischer Anreise und basalen Unterkunftsbedürfnissen kalkuliert)

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