Was aus spontanen Ideen so alles werden kann, ist manchmal schon sehr spannend – keine neue Erkenntnis, aber aus gegebenem Anlass trotzdem wieder einmal eine Erwähnung wert. Im Dezember 2010 habe ich einen Beitrag zum Projekt wheelmap.org verfasst, damals inspiriert durch einen Podcast aus der Reihe Chaosradio Express. Mittlerweile hat sich, nach wenigen und eigentlich unverbindlichen Gesprächen, die Situation ergeben, dass ich als einer der Projektleiter bei einem Projekt des Studiengangs Ergotherapie der FH Kärnten mitarbeite, namentlich bei ergo-goes-wheelmap.

Ich erlaube mir zur Illustration des Projektziels eine Zitation aus dem offiziellen Projektantrag:

Es handelt sich Projektes des Studiengangs Ergotherapie der FH Kärnten, dass zum Ziel hat ein möglichst großes Gebiet von Klagenfurt – in Bezug auf die Zugänglichkeit von Örtlichkeiten bestimmter Kategorien (Cafés, Kinos, öffentliche Gebäude, Supermärkte, …) für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer zu überprüfen. Die gewonnen Daten sollen – mit dem Einverständnis der jeweiligen Inhaber – in das Projekt wheelmap der Berliner Initiative Sozialhelden eingespeist werden, die Benutzeroberfläche von Wheelmap ermöglicht es Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern bereits vor Besuch der tatsächlichen Örtlichkeit mittels des Besuchs einer Website oder über mobile Endgeräte (z.B. Smartphones) herauszufinden, ob die betreffende Örtlichkeit für sie überhaupt zugänglich ist, zusätzlich lassen sich Informationen über den Grad der Zugänglichkeit abrufen.

16 Studentinnen des zweiten Semesters des Studiengangs Ergotherapie in Klagenfurt sind in das Projekt involviert, die Laufzeit ist vorerst bis Anfang Dezember 2011 festgelegt – und generell verfolgen wir das ambitionierte Ziel, alle relevanten Örtlichkeiten in den inneren Stadtbezirken von Klagenfurt in Bezug auf ihre Zugänglichkeit mit Rollstühlen nach den Kriterien der wheelmap zu klassifizieren.

Vor dem Hintergrund von Aktivität und Teilhabe sowie der Möglichkeit einer selbstbestimmten Lebensführung, ist der Projektnutzen für die Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer im Allgemeinen, und in Klagenfurt im Besonderen recht eindeutig gegeben (wie im Übrigen auch bei der gesamten wheelmap-Idee an sich) – und vergleichbare Intentionen in dieser Größenordnung sind in Österreich bis jetzt noch nicht existent. Ich bin also wirklich sehr stolz, an dieser Sache mitwirken zu dürfen und war zwischendurch immer wieder erstaunt, welch reges Interesse an der Idee bei allen Personen und Institutionen, die während der Vorbereitungsarbeiten kontaktiert wurden, bekundet wurde.

Momentan stecken alle Beteiligten mitten in den Vorbereitungen zur offiziellen Kick-Off-Präsentation, die am Montag dem 21.3.2011 in Klagenfurt stattfindet, eine Einladung dazu findet sich online und ist weiter unten verlinkt, wer also interessiert an mehr Hintergrundinformationen ist, sich zufällig in Kärnten aufhält (oder eine längere Anreise in Kauf zu nehmen bereit ist) und am Montagvormittag über freie Zeit verfügt, ist herzlich eingeladen – nach einer kurzen Anmeldung per E-Mail – vorbeizukommen und sich anzusehen, was in den nächsten Monaten noch an Arbeit zu leisten sein wird.

Zusätzlich bieten wir projektseitig recht umfangreiche Möglichkeiten sich über die aktuellen Fortschritte zu informieren, und zwar auf mehreren Ebenen – die ebenfalls im Anschluss verlinkt sind. Der Twitterfeed ist mittlerweile recht lebendig, die Facebook-Seite füllt sich langsam auch mit Inhalt und umfangreichere Zusammenfassungen werden auf der Website der FH Kärnten und hier am handlungs:plan – in Form von Gastartikeln unter dem Schlagwort ergo-goes-wheelmap – in regelmäßigen Abständen zu finden sein, Videomaterial wird es definitiv auch geben, das wird allerdings noch ein bisschen dauern. Das Projektteam würde sich sehr über Follower bei Twitter und Fans bei Facebook freuen, wenn ihr besagte Services benutzt und euch die Thematik grundsätzlich anspricht, lade ich euch hiermit herzlich ein uns zu „verfolgen“. Da die Erstellung von Webinhalten ausdrücklicher Bestandteil der Projektkonzeption ist, ist auch sichergestellt, dass laufende Informationen über Fortschritte und Rückschläge zur Verfügung stehen werden.

Abschließend bleibt mir eigentlich nur noch, uns allen viel Durchhaltevermögen, Elan, Verve und gleichbleibend hohe Motivation zu wünschen, um unsere Idee zu einem erfolgreichen Anschluss zu bringen – vernetzt euch mit uns und habt teil!

Weblinks

Nachlese