So, seit Freitag sind die vier Wochen die ich am LKH Villach verbracht habe vorbei – sehr schnell ist es gegangen. Eigentlich war meine Zeit dort überhaupt nicht geplant, ich tauchte an der Ergotherapie telefonisch sehr kurzfristig mit meinem Anliegen um eine Praktikumsstelle auf. Und man lese und staune: das war tatsächlich überhaupt kein Problem – alles war innerhalb von zwei Tagen fertig organisiert. Heute habe ich bereits die Dienstwohnung an der nächsten Praktikumsstelle bezogen (Klinik Judendorf-Straßengel, Neuro-Rehabilitation), es geht also nahtlos weiter.

An der Akut-Neurologie in Villach war das dominierende Krankheitsbild definitiv der Insult, ob hämorrhagisch oder ischämisch, auch exotische Krankheitsbilder wie Querschnittssymptomatik nach Myelitis gab’s zu “bestaunen”. Meine Tätigkeitsbereiche umfassten ergotherapeutische Befunderhebung, ADL-Training, funktionelle Übungen aller Art (mittlerweile liebe ich Solitaire in allen Größen und Ausführungen, hätte nie gedacht, dass ich das mal schreibe…), Feinmotoriktraining, Therapie bei visuellen Explorationsstörungen und Augenmuskelparesen, Kräftigungsübungen für Arm & Hand und nicht zuletzt, konnte ich auch einige Einheiten im Setting der Spiegeltherapie durchführen – alles sehr schön…

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch die interdisziplinäre Zusammenarbeit, v.a. mit der Physiotherapie und der Logopädie – es herrscht ein äußerst angenehmes Klima der Zusammenarbeit, dies machte es auch möglich Therapieabläufe sinnvoll aufeinander aufbauend zu gestalten z.B. konnten Therapieeinheiten bei Sprechapraxie hervorragend mit der zuständigen Logopädin aufeinander aufbauend abgestimmt werden – das hat wirklich Spaß gemacht. Die Aufnahme meiner Person im Team war gut, ich habe mich gut aufgehoben und durchwegs ernstgenommen gefühlt. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass der Sozialraum der Therapeutinnen und Therapeuten für Praktikanten Sperrgebiet nicht so einfach zugänglich ist – für mich als Koffeinjunkie eine etwas unglückliche Situation, aber im ersten Stock gibt’s einen Kaffeeautomaten…

Mit der Praxisanleitung war ich durchwegs zufrieden, für mich war dieses Praktikum die Zeit des Ausprobierens, ab 13.00 war ich alleine auf der Station, und ich hatte nachmittags noch bei einigen Patientinnen und Patienten geplante Therapieeinheiten durchzuführen. Diese wurden vorher und am Folgetag mit dem Praxisanleiter durchbesprochen und gegebenenfalls im Ablauf für das nächste Mal korrigiert – für mich eine sehr spannende Zeit, v.a. gut geeignet um festzustellen wo man mit den eigenen Fähigkeiten steht und wo noch Nachholbedarf besteht.

Zum Aufnehmen eines Podcasts bin ich leider nicht gekommen, obwohl ich ein schönes Thema geplant hatte, vielleicht funktioniert ’s später oder in Judendorf, ein Thema hätte ich schon – ich kläre das während der vier Wochen die ich hier bin noch ab.

Daumen hoch, Villach, es hat Spaß gemacht!