Vier Wochen vergehen schneller als man denkt, vor allem wenn sie mit einem Fenstertag und zwei Tagen Krankheit garniert sind…das Orthopädie-Praktikum am IPMR im LKH Klagenfurt ist vorbei, Zeit ein kurzes Resümee zu ziehen:

Eines gleich vorab: Langweilig wird einem nicht, zwischen ambulanten und stationären Patientinnen und Patienten, dem Anfertigen von Schienen diverser Machart, Narbenmassagen, passiver und aktiver Mobilisation, Feinmotoriktrainings, der Abhaltung von Rückenschulen für neurochirurgische Patientinnen und Patienten, Dokumentation und der Beschäftigung mit dem Therapiematerial.

Ich habe die Zeit als sehr herausfordernd erlebt, eine gewisse geistige Flexibilität und Kreativität ist jedenfalls gefragt bzw. von Vorteil – nicht immer meine Stärke, wie ich feststellen durfte.  Kein Tag ähnelte dem vorangehenden, weil sich oft kurzfristig (teilweise auch aufwendige) Neuzuweisungen ergaben. Nach Dienstschluss war ich jedenfalls meist so müde wie schon lange nicht mehr, obwohl die Tätigkeit körperlich kaum anstrengend war.

Die Praxisanleitung durch ET Bettina Tscheliesnig und ET Heidemarie Kölich war fachlich sehr fundiert, geduldig (Lagerungsschienenanfertigung, oh mein Gott) und breit gefächert. Mit kurzfristigen gestellten Herausforderungen sollte man allerdings umgehen können…
Die Beurteilung des Praktikums habe ich als sehr fundiert und kritisch erlebt – was für mich sehr angenehm war, weil durchwegs positiv formuliert und gut begründet wurde, das fördert die Selbsteinschätzung ganz ungemein. Auch während des Praktikums wurde laufend Feedback eingefordert und konstruktiv behandelt – sehr schön, ich hatte immer das Gefühl aussprechen zu können, wie es mir geht.

Fazit: Vier Wochen sind definitiv zu kurz um den Fachbereich abzudecken, wenn’s geht ein bisschen länger. Kreative Köpfe sind hier im Vorteil, aber so oder so lernt man eine Menge…und das großteils frustrationsfrei.