Aus dem privaten Lebensalltag sind Mobiltelefone mittlerweile nicht mehr wegzudenken, und die berufliche Notwendigkeit dafür ist ebenso hoch um eine gewisse Erreichbarkeit gegenüber Klientinnen und Klienten zu gewährleisten. Abseits der reinen „Telefonfunktion“ bieten Smartphones, deren Verbreitung rasant zunimmt und noch zunehmen wird, auch noch ganz andere Möglichkeiten Organisationsabläufe flexibler zu gestalten und Antwortzeiten bei Anfragen zu verkürzen, unter anderem wären Terminverwaltung und Synchronisation mit einem Programm am Heim-PC (z.B. Microsoft Outlook), Bearbeitung von Dokumenten und das Abrufen und Verfassen von E-Mails an dieser Stelle zu nennen. (Artikelbild von Siavash Sam Anvari via Flickr)

Es kann – und sollte – meiner Einschätzung nach eine gewisse Hemmschwelle auf Seite des Therapeuten oder der Therapeutin bestehen, das private Mobiltelefon auch für die freiberufliche Tätigkeit zu verwenden: das „Abschalten“ nach einem Arbeitstag wird schwieriger, weil man privat ja schließlich meist doch erreichbar sein möchte, wenn man sich auch im Web in Therapeutenverzeichnissen oder mittels einer Homepage präsentieren möchte müsste man seine Privatnummer angeben und die Unterscheidung zwischen dienstlichen und privaten Gesprächen bei der Anrufannahme ist potentiell Fauxpas-behaftet.

Die Kosten für mobile Kommunikation in Österreich bewegen sich mittlerweile durchwegs in verträglichen Bereichen – prinzipiell spricht also nichts gegen die Anschaffung eines Zweittelefons zu dienstlichen Zwecken – die Kosten dafür kann man übrigens steuerlich absetzen. Wer sich ausschließlich auf Telefonie und SMS beschränkt, ist mit den Standardtarifen ohnehin gut beraten – wer jedoch einen größeren Leistungsumfang bevorzugt, der ist möglicherweise bei den Firmentarifen der einzelnen Anbieter besser aufgehoben, bei den österreichischen Anbietern sind – bis auf tele.ring – Tarifpakete für Unternehmen erhältlich, die Vorlage des Freiberuflichkeitsbescheids sollte in der Regel genügen um einen Firmentarif in Anspruch nehmen zu können, das hat z.B. bei Orange problemlos funktioniert.

Ich verwende aktuell ein Samsung Galaxy S I9000 auf dem Android 2.1 läuft, das Gerät lässt sich entweder mit der kostenlosen Software KIES von Samsung – die allerdings sehr langsam und träge ist die in der aktuellen Version 2.0 deutlich schneller als in früheren Versionen läuft – oder mit dem MyPhone-Explorer von Josef Wechselberger problemlos mit Kontaktdaten, Terminen und Aufgaben beschicken und synchronisieren. Die Verwaltung von mittlerweile vier E-Mail-Accounts funktioniert problemlos und das Bearbeiten der Ein- und Ausgabenrechnung im Excel-Format ist mit der kostenpflichtigen Vollversion von Documents-To-Go auch mobil problemlos möglich – die Synchronisation der Tabelle funktioniert über den kostenlosen Service Dropbox problemlos und ist somit am Notebook und am Telefon immer am gleichen Stand. Im meinem aktuellen Tarif kostet das Paket mit 1 GB inkludiertem Datenvolumen und 2500 Gesprächsminuten bzw. SMS 20 € im Monat, das lässt sich durchaus aushalten und ermöglicht eine relativ strikte Trennung von Beruf und Freizeit.

Kommunikationstarife sind stetig im Wandel, wer für sich selbst einen Firmentarif in Betracht zieht, sollte vorher naturgemäß Vergleiche zwischen den einzelnen Anbietern anstellen…weitere Informationen sind – ohne Gewähr – den nachfolgenden Weblinks zu entnehmen.

Weblinks